Für Otto Normalverbraucher – Neue Wohnungen für Lieschen Müller

Projekt „Hirschquartier“ in Halle (Saale) – bezahlbar und dennoch modern.

Neue Wohnungen für Lieschen Müller – bezahlbar und dennoch modern. Das sind die Eckpunkte des Hirschquartiers im sachsen-anhaltinischen Halle, für das auf der Expo Real gestern der erste Spatenstich verkündet wurde.

Drei Häuser, 151 Mietwohnungen, ausgestattet mit einem alltagstauglichen Smart-Home-Konzept und der ganze Segen für gerade einmal 2.700 Euro/m2 – danach sollten sich institutionelle Investoren eigentlich die Finger lecken. Tun Sie aber nicht, zuckt Tobias Schallert die Schultern. Halle ziehe noch nicht richtig, in den Köpfen der Geldanleger spuke noch 7% Leerstand herum und Mieten von 6 Euro/m2, sagt der Chef des Erfurter Projektentwicklers Tempus.

Doch Schallert rechnet mit der Nachfrage des wachsenden Mittelstands, der für Wohnungen 9,60 Euro/m2 ausgeben kann und will. Deshalb kündigt er gleich weitere 400 Otto-Normalverbraucher-Wohnungen in der Stadt an. „Die Unterzeichnung des Kaufvertrags für das Grundstück steht kurz bevor.“ Und sollte sich niemand finden, der einen Forward-Deal für die rund 11.500 m2 Wohnfläche des Hirschquartiers schließen will? „Macht nix“, sagt der Chef. „Gehen wir Ende des Jahres eben in den Einzelverkauf.“

Presseartikel Immobilien Zeitung vom 09.10.2018